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Unterrichtsprojekt am Ende der Technikerausbildung

Zum Ende der Ausbildung (4. Semester Tagesform, 6. Semester Abendform) wird den Technikerschülern im Unterrichtsfach Steuerungs- und Automatisierungstechnik eine komplexe Projektaufgabe gestellt. In einer ersten Arbeitsphase untersuchen die Schüler in Gruppen von 2 bis 3 Mitgliedern unterschiedliche Anlagen z.B. Muttersortieranlagen, Handhabungsanlage, Transportkarree (pneumatisch betrieben, SPS gesteuert, fertig verdrahtet) auf ihren Aufbau und ihre Funktionsmöglichkeiten hin. Aus den Ergebnissen der Untersuchungen ist ein schriftliches "Kundenangebot" zu erstellen, in dem differenzierte Leistungsmerkmale und spezielle Funktionen der Anlagen zu beschreiben sind.

In der anschließenden Arbeitsphase ist das Kundenangebot zu realisieren. Die Anlage soll die im Angebot beschriebenen Funktionen ausführen können. Weiterhin sind die dazu notwendigen Dokumentationen zu erstellen: Anlagenbeschreibung, Bedienungsanleitung, Pneumatikplan, Elektroschaltplan, Zustandsdiagramm, Grafcet, SPS-Programm.

In der abschließenden Präsentationsphase erfolgt eine Vorführung der Anlagen. Dabei werden Besonderheiten, Schwierigkeiten usw. diskutiert. Einige der Anlagen werden über das Transportkarree zusammengeschaltet und vernetzt.

Muttersortieranlage Die Muttersortieranlagen enthalten eine teflonbeschichtete schiefe Ebene, auf der verschiedene Muttern von links oben nach rechts unten rutschen. Die Muttern differieren in der Höhe, können mit oder ohne Gewinde sein und sich im Material (Metall, Kunststoff) unterscheiden. Je nach Sensoraustattung (binär, analog) sind verschiedene Sortieraufgaben möglich. Die als "gut" geprüften Muttern gelangen an das Ende der schiefen Ebene, die "schlechten" Muttern werden pneumatisch aussortiert. Zur Bedienung der Anlage stehen Tipp-, Rast- und Schlüsselschalter zur Verfügung, besondere Zustände der Anlage (Handbetrieb, Automatikbetrieb, Notaus betätigt) lassen sich über farbige Leuchten signalisieren. Die Steuerung erfolgt über eine SPS.

Muttern vor der Sortierung Die unterschiedlichen Muttern gelangen durch Auflegen von Hand oder über eine Rüttlerzuführung auf die schiefe Ebene. Eine Vereinzelungseinrichtung gibt jeweils eine Mutter zur Prüfung durch verschiedene Sensoren frei. Je nach Ausstattung der Anlage sind Prüfungen auf Höhe, Gewinde vorhanden oder nicht, Metall oder Kunststoff, hell oder dunkel möglich.

Sortierte Muttern Die als "gut" sortierten Muttern befinden sich hinter der Prüfeinrichtung und können auf ein Steuersignal hin frei gegeben werden.

Muttersortieranlage vor dem Transportkarree Eine Muttersortieranlage steht links vor dem Transportkarree. Befindet sich ein Werkstückträger mit Plastikbehälter vor dem Ende der schiefen Ebene der Muttersortieranlage übergibt ein Sensorsignal des Transportkarrees den Freigabebefehl an den letzten Zylinder der schiefen Ebene, so dass die als "gut" geprüften Muttern in den Behälter rutschen können. Die Werkstückträger umfahren das Transportkarre im Uhrzeigersinn. Auf der hinteren Seite des Karrees werden die Kunststoffbehälter mit einem Deckel versehen. Dort können die mit Muttern gefüllten und verdeckelten Plastikbehälter mit Hilfe eines Industrieroboters aufpalettiert werden.

Laufbahn des Transportkarrees Der Transport der Fahrzeuge auf dem Karree erfolgt durch Förderbänder.

Transportkarree Zur Übergabe der Signale von der Muttersortieranlage an das Transportkarree bzw. umgekehrt stehen am Transportkarree Optokoppler zur Verfügung.